Ausstellung 'Kabinettausstellung zum 100. Geburtstag von Hans Werner Henze' im MUSEUM ST. LAURENTIUS
Soirée zur Eröffnung der Kabinettausstellung am 6. Dezember 2026 um 17 Uhr
„Drei Märchenbilder“ aus Henzes „Pollicino“, einer Oper für Kinder aus dem Jahr 1981, für zwei Gitarren eingerichtet von Jürgen Ruck und Elena Cásoli.
Es spielen Jutta Hetges und Georg Cremer.
Die Musik wird begleitet von Texten, in denen Henze über seine Arbeit in Montepulciano sowie über Sándor Szombati berichtet.
Unsere Kabinettausstellung zeigt u.a. erstmals Photos mit Hans Werner Henze und Sándor Szombati, aufgenommen bei deren Begegnungen in Montepulciano. Im Sommer 1991 traf Henze Szombati in Italien, als dieser im Innenhof des Museo Civico eine Ausstellung mit Klangobjekten präsentierte. Der Komponist selbst hatte in der toskanischen Stadt auf Bitte des Bürgermeisters wegen des dort herrschenden kulturellen Notstands in den Jahren 1976 bis 1980 mit zahlreichen Musikern, Komponisten und Theaterleuten den „Cantiere Internazionale d’Arte“ aufgebaut, ein Musik- und Theaterfestival mit Werkstattcharakter, das bis heute Bestand hat und mit seinen interdisziplinären künstlerischen Angeboten Kunst- und Musikschaffende sowie ihr Publikum in die Toskana lockt. Studenten können sich für eine Mitarbeit an zahlreichen Projekten bewerben; in diesem Jahr feiert das Festival natürlich den 100. Geburtstag Hans Werner Henzes.
Das zweite Mal traf der Komponist Sándor Szombati im Mai 1992 während der 3. Münchener Biennale im Münchener Gasteig, wo der ungarische Künstler wieder einige seiner raumgreifenden tönenden Installationen aufgebaut hatte, die für Henze „eine leise klirrende, flüsternde, tropfende Polyphonie von großer Zärtlichkeit“ zum Klingen brachte, die die Besucher der Ausstellung abseits vom Lärm der Zeit geradezu verzauberte: „Sándor Szombati ist ein Magier, der aus den Grenz-Übergängen von Musik, Materie und Bildlichkeit operiert und zart und diskret auf die ganz leisen Dinge der Welt aufmerksam macht, die man ‚normalerweise‘ überhört (…)“.


