Das Internierungslager Gurs, das unweit der spanischen Grenze am Fuße der Pyrenäen liegt, war während des Zweiten Weltkriegs eines der wichtigsten Internierungslager in Frankreich. Das Lager hat eine komplexe Geschichte, da es zwischen 1939 und 1945 zu verschiedenen Zeiten unterschiedlichen Zwecken diente. Während der deutschen Besetzung Frankreichs fungierte es als eines der wichtigsten Durchgangslager für Tausende von Juden, die dann in das Internierungslager Drancy gebracht wurden, um schließlich in die Vernichtungslager in Polen deportiert zu werden.
Das 1939 erbaute Internierungslager Gurs blieb bis zu seiner Auflösung im Jahr 1946 bestehen. Das Lager war etwa 1.400 Meter lang und 200 Meter breit und umfasste eine Fläche von 28 Hektar. Eine einzige Straße verlief in Längsrichtung durch das Lager. Auf beiden Seiten der Straße befanden sich 200 mal 100 Meter große Sektoren, sogenannte Parzellen, die durch Stacheldraht voneinander getrennt waren. Auf der einen Seite gab es sieben Parzellen, auf der anderen sechs. Jede Parzelle umfasste etwa 30 Baracken, die alle identisch in Struktur und Größe waren.
Eine Baracke wurde originalgetreu nachgebaut, wie sie einst im Internierungslager Gurs verwendet wurde, und mehrere Denkmäler wurden zum Gedenken an die Internierten und Opfer errichtet. Seit 2004 ist in einem modernen Gebäude eine Dauerausstellung zu sehen, die mittlerweile zahlreiche Besucher anzieht. Die Ausstellung vermittelt einen detaillierten Einblick in die Geschichte des Lagers und die Erfahrungen der dort Internierten.
Geschichte & Anthropologie
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Das Gurs Internierungslager in Gurs, Frankreich, dient als düstere Mahnung an eine dunkle Zeit in der französischen und europäischen Geschichte. Dieser Ort, heute eine Gedenkstätte, bietet Besuchern die Möglichkeit, sich über die Erfahrungen der hier während des Zweiten Weltkriegs internierten Menschen zu informieren. Die Überreste des Lagers und die Informationstafeln geben Einblick in die Lebensbedingungen und den historischen Kontext des Internierungslagers.
Besucher schätzen die historische Bedeutung des Ortes und die Bemühungen zur Bewahrung des Andenkens. Die Gedenkstätte ist gut gepflegt, mit klaren Wegen und informativen Tafeln, die die Besucher durch den Aufbau und die Geschichte des Lagers führen. Das Dokumentationszentrum vor Ort bietet zusätzliche Ressourcen für diejenigen, die tiefergehende Informationen suchen.
Einige Besucher merken jedoch an, dass der Besuch enttäuschend sein kann, wenn man unvorbereitet ankommt. Das Gelände besteht hauptsächlich aus offenen Feldern mit Markierungen, die angeben, wo einst Gebäude standen, was diejenigen enttäuschen könnte, die umfangreichere physische Überreste erwarten. Zusätzlich erwähnen einige Rezensenten, dass die Beschilderung hauptsächlich auf Französisch ist, was für internationale Besucher eine Herausforderung darstellen kann.
Die abgelegene Lage des Lagers kann es schwierig machen, es ohne private Transportmittel zu erreichen, was für einige Besucher ein Nachteil ist. Trotzdem finden viele die Reise wegen ihres Bildungswerts und der Möglichkeit zur Reflexion lohnenswert.
Insgesamt ist das Gurs Internierungslager eine wichtige historische Stätte, die einen bedeutungsvollen, wenn auch manchmal spärlichen Einblick in eine schwierige Periode der Geschichte bietet. Es wird am besten von Menschen mit einem ausgeprägten Interesse an der Geschichte des Zweiten Weltkriegs und der Bereitschaft, sich mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen, geschätzt.
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