Der Friedhof Picpus in Paris ist der einzige private Friedhof der Stadt und damit etwas ganz Besonderes. Er wurde im Jahr 1640 angelegt und ging im Juni 1794 in den Besitz der Stadt über. Diese historische Stätte gewährt einen Einblick in die Vergangenheit und bietet eine einzigartige Perspektive auf die Geschichte der Stadt.
Der Friedhof von Picpus nimmt einen bedeutenden Platz in der französischen Geschichte ein, da er einer der vier Friedhöfe ist, auf denen die während der Französischen Revolution Guillotinierten beigesetzt wurden. Er ist der einzige dieser Friedhöfe, der noch heute genutzt wird und dessen Gräber unversehrt geblieben sind. Damit ist er ein eindringliches Mahnmal für eine turbulente Epoche in der Vergangenheit Frankreichs.
Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die auf dem Friedhof von Picpus begraben liegen, ist der Marquis de La Fayette, der eines natürlichen Todes starb. Über seinem Grab weht eine US-Flagge, die seine bedeutenden Verdienste um die Amerikanische Revolution symbolisiert. Jedes Jahr am 4. Juli würdigt die US-Botschaft ihn, was diesen Tag zu einem besonderen Anlass für einen Besuch des Friedhofs macht.
Geschichte & Anthropologie
35 Rue de Picpus, Paris
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